Heute wird der
" Small-Talk-Tag "
begangen.
Wir treffen uns um 17.30 an den obigen Koordinaten.
Small Talk – Feldforschung in der morgendlichen Bahn
Laut einer sozialpsychologischen Studie der Universität Arizona aus dem Jahr 2010 führen unglückliche Menschen mehr Small Talk als tiefgründigere Gespräche. Bei glücklichen Menschen, so fanden die Wissenschaftler heraus, verhält es sich genau umgekehrt. Trotzdem gilt der Small Talk als das geheime Schmiermittel bzw. Treibstoff gesellschaftlicher Kommunikation.
Habt ihr schon mal mitgezählt, wie häufig ihr am Tag solche Gespräche hört und selbst führt? Wohl jeder wird, wenn er ehrlich zu sich selbst ist, zugeben müssen, dass da eine ganze Menge verbales Füllmaterial zustande kommt. Trotzdem ist Small Talk wichtig für unser Sozialleben. So viel steht jedenfalls fest. Beispiele gefällig?
Hey, alles klar?
Klar, schlechten Leuten geht´s immer gut.
Haha, stimmt, erst recht bei dem Wetter.
Ja, super, oder?Oder die kurze, auf das Wesentliche reduzierte Variante:
Morgen.
Morgen.
Und?
Muss.
Gut.
Aber egal, ob Small Talk oder Wettergespräch, beides kann Türöffner sowohl für private als auch für berufliche Kontakte sein. Denn beide stellen zugleich eine Art „Aufwärmphase“ für tiefere Gespräche dar. Sozusagen ein verbales Aufwärmen, bevor man zum Punkt kommt.
Weiterhin haben wissenschaftliche Studien herausgefunden, dass diese Standardfloskeln eine gewisse Form von Struktur und Halt in einen immer stressiger werdenden Alltag bringen können.
Grund genug, mit ihm und uns zu feiern und am heutigen Tag die hohe Kunst verbaler Nichtigkeit zu pflegen. Sei es an der Kasse im Supermarkt, in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit oder beim Fitnesstraining am Abend: Small Talk ist erlernbar und kann richtig Spaß machen, wenn man ein paar Grundsatzregeln beherrscht.