Das dunkle Geheimnis der 666 schwarzen Enten.
Liebe Cachergemeinde.
Es ist zwar noch keine 666 Jahre her, dass der sächsische Herzog Albrecht 1469 hier in Torgau einen Fischteich anlegen lies, aber es war sozusagen das Geburtsjahr des Torgauer "Entenfangs" wie wir ihn heute kennen, mit einer bewegten, schnatternden Geschichte.
Dem allwissenden Netz zufolge haben wohl an die 600 Frohnarbeiter (oder 666 ?) hier bei der Anlegung des Teiches mitgewirkt und wo ein Teich ist, da sind auch die Enten nicht weit entfernt.
Leider sind die liebenswerten, schnatternden Tierchen auch sehr lecker gewesen, sodass hier sogenannte Entenfänger - wie Paul Walther und sein Sohn - ihr Unwesen trieben, wie Schriftstücke aus dem Jahre 1557 belegen.
1718 gab es mit dem hier ansässigen Tobias Loß sogar einen „Königlich Churfürstlicher Entenfänger“.
Unbestätigten Überlieferungen nach, soll es sich bei den gefiederten Freunden wohl um die friedliche, aber leider sehr leckere
Gothische Schwarzente lat.: "Anas gothicanis"
gehandelt haben, die es deswegen heute nicht mehr gibt.Insgesamt 666 dieser Entchen sind wohl in der gesamten Zeit bis etwa 1760 in die ewigen Jagdgründe eingeflogen. Doch manchmal, wenn man ganz genau hinhört und hinsieht, kann mann in lauen Sommernächten, wenn der Mond im ersten Viertel steht, die Geister dieser Enten auf dem Teich des Torgauer Entenfangs schwimmen sehen und ihrem traurig-schönen Geschnatter lauschen.
Wie ich gehört habe so soll anscheinend auch gewisse Menschen geben, die heute noch in speziellen Ritualen in angepasster dunkelfröhlicher Kleidung diesen 666 Enten huldigen.
Vielleicht finden sich ja ein paar dieser zauberhaften Gestalten zu diesem kleinen Event ein und wenn alles so funktioniert wie geplant, gibt es für jeden Teilnehmer noch eine kleine Überraschung.
Der berühmte Torgauer "Ententaler"