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Feierabendtreff am ⚒️Alten Kalkbergwerk Miltitz⚒️



ACHTUNG



Event Cache 17.07.2026 — 18:30 - 19:00 Uhr iCal | Google
Landbergblick GCBT97G
N 51° 06.204 E ° 24.903 (gMaps, Flopp)    
Dieses Event findet heute statt


Zum Start in das Wochenende wollen wir gern ein kleines Event am Alten Kalkbergwerk Miltitz veranstalten.

Wir freuen uns auf Euer Erscheinen.

Land⛰️blick + ? + ?

 

Zur Geschichte:

Die Geschichte des Kalkbergwerks bei Miltitz reicht weit in die Vergangenheit zurück: Vermutlich baute man hier schon vor 1400 Kalkstein für Bau- und Düngezwecke ab. Im Jahr 1571 wurde dann ein Bergwerk erstmals urkundlich erwähnt. Am Anfang erfolgte die Förderung nur oberirdisch (im „Blauen Bruch“). Mit Beginn des 19. Jahrhunderts kam der Abbau im Tiefbau hinzu. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Abbaugebiet des Kalksteins über 4 Sohlen bis in eine Tiefe von 60 Metern ausgeweitet. Im Zuge dessen entstanden auch eindrucksvolle Weitungsbaue.

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg waren die abbauwürdigen Kalkvorräte bei Miltitz weitgehend erschöpft. Während der Kriegsjahre brach ein Teil der Grube von der Erdoberfläche bis zur vierten Sohle zusammen. Vier Bergleute verloren dabei ihr Leben. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde der Abbau des Kalksteins noch einmal kurzzeitig aufgenommen, bis im Oktober 1924 die Förderung im Alten Kalkbergwerk endgültig eingestellt wurde und sich die Grube mit Grundwasser füllte. Zu dieser Zeit begann stattdessen der Abbau im Neuen Kalkbergwerk, einer benachbarten Lagerstätte, welche bis 1962 betrieben wurde.

Während des Zweiten Weltkrieges diente die Alte Grube in den Jahren 1944 und 1945 unter den Decknamen Molch III und IV als Verlagerungsobjekt für eine Benzinfabrik.
Die nötigen Destillationsanlagen wurden unter unmenschlichen Bedingungen von KZ-Häftlingen errichtet, allerdings scheinbar vor Kriegsende nicht mehr in Betrieb genommen. Auf dem Friedhof von Miltitz sind 17 zu Tode getriebene Häftlinge bestattet.

In den 1960er Jahren wurden umfassende Sicherungsarbeiten an den alten Abbaufeldern vorgenommen. Insbesondere entlang der Bahnlinie wurden sämtliche Hohlräume mit Kies verpresst. Im Juli 2000 eröffnete die damalige Gemeinde Triebischtal im Alten Kalkbergwerk ein Besucherbergwerk, in dem man mit entsprechender Qualifikation unter Führung auch Tauchen kann.

Im Jahr 2017 beschädigte ein Felssturz Teile des Bergwerkwerkrundweges. Nach umfassenden Sanierungsarbeiten wurde das Bergwerk im Oktober 2021 wieder für den Besucherverkehr frei gegeben.



Wegpunkte

P0BT97G Parkplatz
N 51° 06.196 E 013° 24.900